Zur Geschichte der Siegel

Zur Geschichte der Siegel

Siegel waren und sind amtliche Erkennungs- und Beglaubigungszeichen.
Die Sphragistik ist die Lehre von der Form, der Verwendung und den Rechtsverhältnissen der Siegel. 
Der Begriff ist abgeleitet von dem lateinischen Wort sigillum = Bildchen.
An einem amtlichen Schriftstück angebrachte gegenständliche Bildzeichen (sie konnten auch als Verschluß dienen) definierten und unterstrichen die Autorität des Absenders und erhöhten dadurch die Glaubwürdigkeit des Inhalts. 
Da bis in die Frühe Neuzeit selbst die adeligen Eliten des Lesens unkundig waren und sich deshalb die eingegangenen Schreiben von ihren Geistlichen vorlesen lassen mußten, war neben der Vertrauenswürdigkeit des Vorlesenden das in Augenschein genommene Siegel eine Informationsmöglichkeit für den Empfänger. 
Es war wichtig, daß die zur Anwendung kommenden Siegelbilder nicht einer bloßen Beliebigkeit folgten, sondern der Form, dem Material und dem Inhalt nach typisiert waren, damit z.B. ein Königssiegel, ein Bischofssiegel, ein Stadtsiegel oder ein Privatsiegel sofort als solches auszumachen war. Erst diese überkommene Gestalt, daneben das Siegelmaterial (Metall, Wachs, Lack, Papieroblaten) und die Siegelfarbe überzeugten den Adressaten von der Authentizität der Botschaft und damit auch von der rechtlichen Verbindlichkeit des Inhalts. 
Aufbau und Gestaltung des Bildzeichens ließen also stets einen Rückschluss auf den Siegelführer bzw. die siegelführende Gemeinschaft zu (z.B. ein thronender König mit Krone und Zepter,
eine Urkunde eingehängt waren und ohne Gewaltanwendung nicht gelöst werden konnten. 
Der Siegelstoff Metall (Gold, Blei) war den Kaisern und Päpsten für ihre feierlichen Urkundenausfertigungen vorbehalten, ansonsten dominierte das Wachs. 
Dieser weiche Stoff eignete sich nämlich gut, um das sogenannte Typar, den Siegelstempel mit dem Negativ des Bildzeichens, einzudrücken.
Noch unkomplizierter wurde in der Neuzeit der Umgang mit dem Siegellack, den man erhitzt auf das Schriftstück auftropfte, um dann den Siegelstempel aufzupressen.
Derartige Siegelungen setzten sich im privaten Bereich, insbesondere bei Verschlusssachen, durch. Die bei Wachs- und Lacksiegel am häufigsten verwendete Farbe war Rot, doch kommen auch grüne und schwarze Siegelungen vor, letztere meist bei Trauerfällen des Ausstellers. 
Kleinere Typare waren aus edlen oder unedlen Steinen hergestellt (insbesondere bei Ringsiegeln), größere jedoch aus Eisen, Stahl, Bronze oder Messing.
Soweit sie nicht der Siegelberechtigte stets mit sich führte, waren sie besonders vertrauenswürdigen Amtspersonen anvertraut, damit jeder Missbrauch ausgeschlossen blieb.
Das Amt eines „Groß-Siegelbewahrers“ galt in den europäischen Monarchien als eine der wichtigsten Würden des Reiches.Siegel waren und sind amtliche Erkennungs- und Beglaubigungszeichen.
Die Sphragistik ist die Lehre von der Form, der Verwendung und den Rechtsverhältnissen der Siegel.                                                                                          Der Begriff ist abgeleitet von dem lateinischen Wort sigillum = Bildchen.
An einem amtlichen Schriftstück angebrachte gegenständliche Bildzeichen (sie konnten auch als Verschluß dienen) definierten und unterstrichen die Autorität des Absenders und erhöhten dadurch die Glaubwürdigkeit des Inhalts. 
Da bis in die Frühe Neuzeit selbst die adeligen Eliten des Lesens unkundig waren und sich deshalb die eingegangenen Schreiben von ihren Geistlichen vorlesen lassen mußten, war neben der Vertrauenswürdigkeit des Vorlesenden das in Augenschein genommene Siegel eine Informationsmöglichkeit für den Empfänger. 
Es war wichtig, daß die zur Anwendung kommenden Siegelbilder nicht einer bloßen Beliebigkeit folgten, sondern der Form, dem Material und dem Inhalt nach typisiert waren, damit z.B. ein Königssiegel, ein Bischofssiegel, ein Stadtsiegel oder ein Privatsiegel sofort als solches auszumachen war. Erst diese überkommene Gestalt, daneben das Siegelmaterial (Metall, Wachs, Lack, Papieroblaten) und die Siegelfarbe überzeugten den Adressaten von der Authentizität der Botschaft und damit auch von der rechtlichen Verbindlichkeit des Inhalts. 
Aufbau und Gestaltung des Bildzeichens ließen also stets einen Rückschluss auf den Siegelführer bzw. die siegelführende Gemeinschaft zu (z.B. ein thronender König mit Krone und Zepter,
eine Urkunde eingehängt waren und ohne Gewaltanwendung nicht gelöst werden konnten. 
Der Siegelstoff Metall (Gold, Blei) war den Kaisern und Päpsten für ihre feierlichen Urkundenausfertigungen vorbehalten, ansonsten dominierte das Wachs. 
Dieser weiche Stoff eignete sich nämlich gut, um das sogenannte Typar, den Siegelstempel mit dem Negativ des Bildzeichens, einzudrücken.
Noch unkomplizierter wurde in der Neuzeit der Umgang mit dem Siegellack, den man erhitzt auf das Schriftstück auftropfte, um dann den Siegelstempel aufzupressen.
Derartige Siegelungen setzten sich im privaten Bereich, insbesondere bei Verschlusssachen, durch. Die bei Wachs- und Lacksiegel am häufigsten verwendete Farbe war Rot, doch kommen auch grüne und schwarze Siegelungen vor, letztere meist bei Trauerfällen des Ausstellers. 
Kleinere Typare waren aus edlen oder unedlen Steinen hergestellt (insbesondere bei Ringsiegeln), größere jedoch aus Eisen, Stahl, Bronze oder Messing.
Soweit sie nicht der Siegelberechtigte stets mit sich führte, waren sie besonders vertrauenswürdigen Amtspersonen anvertraut, damit jeder Missbrauch ausgeschlossen blieb.
Das Amt eines „Groß-Siegelbewahrers“ galt in den europäischen Monarchien als eine der wichtigsten Würden des Reiches.

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