Fremdsiegel
Der Begriff "Fremdsiegel" bezieht sich auf ein Siegel, das sich nicht im eigenen Besitz befindet. In vielen Fällen wird ein Fremdsiegel verwendet, um eine Quelle oder Autorität anzugeben, die nicht direkt mit dem eigenen Werk verbunden ist. Solche Siegel finden sich häufig bei offiziellen Dokumenten, wissenschaftlichen Arbeiten oder in der Kunst, wo sie die Echtheit und die Legitimität eines Objekts oder einer Information bestätigen. Wenn wir von "nicht in meinem Besitz" sprechen, bedeutet dies, dass wir uns auf die Überprüfung und Anerkennung von Informationen stützen, die von anderen stammen, was eine wichtige Rolle in der heutigen Wissensgesellschaft spielt.
Siegel der Edlen Herren von Querfurt
Siegel der Edlen Herren von Querfurt sind seit dem Jahr 1221 erhalten. Sie bezeugen den Rechtsstatus der Edlen Herren von Querfurt beim beglaubigen von Rechtsgeschäften oder beim Verschluss von Urkunden, Briefen und Gegenständen. Gut erkennbar ist das Wappen der Edlen Herrn von Querfurt mit je vier silbernen und vier roten Querbalken.
Französiche Frauensiegel (Sceaux de femmes)
In Frankreich dienten Frauensiegel (Sceaux de femmes) ab dem
12. Jahrhundert als wichtiges Instrument zur rechtlichen Absicherung von Urkunden und zur Selbstdarstellung des Hochadels. Während sie anfangs nur von Königinnen und Äbtissinnen genutzt wurden, verbreiteten sie sich im 13. Jahrhundert weit in den Adel.
Typische Merkmale
- Form: Meist spitzoval, was sie optisch von den oft runden Männersiegeln abhob und Platz für stehende Ganzkörperporträts bot.
- Motivik: Häufige Darstellungen zeigen die Frau in prachtvollen Kleidern, oft flankiert von heraldischen Schilden ihrer Herkunfts- oder Ehefamilie. Beliebte Symbole waren die Lilie (Symbol für Reinheit und die Jungfrau Maria) oder ein Falke auf der Hand (Symbol für adelige Freizeitbeschäftigungen und Stand).
- Rechtliche Macht: Besonders Witwen nutzten eigene Siegel intensiv, da sie eigenständig über Ländereien und Vermögen verfügen konnten.


























