Archäologie Sommercamp
Burgruine Putlitz 2025
Unter der Leitung von Gordon Thalmann und Torsten Foersch
Die Burg Putlitz ist eine der ältesten Städte der Mark Brandenburg und wurde 948 als „,Pochlustim" in der Stiftungsurkunde des Bistums Havelberg erstmalig erwähnt. Die Burg ist eine der größten und mächtigsten im Land Brandenburg. Sie ist das Wahrzeichen der Stadt, 28 m hoch und bis zur Aussichtsplattform führen 98 Stufen. Die Burg entstand mit ihren gewaltigen Steinmauern im 12. Jahrhundert. Die Geschichte der Stadt hängt eng zusammen mit der Geschichte der Burg. Die Burg wurde von deutschen Rittern als Schutz gegen die Wenden, die vom Osten her in das Land eingedrungen waren, errichtet. Zu dieser Zeit kam auch das Rittergeschlecht der Gänse ins Land. Seit dem 15. Jahrhundert werden die Gänse von Putlitz als Edle Herren geführt. Sie sollten das Gebiet schützen. Unter dem Schutz der Burg entstand eine Siedlung, die sichspäter als Stadt entwickelte. Die Nordseite der Burg ist durch die Stepenitz geschützt. An der Westseite ist die Zugbrücke. An der Südseite des Burggrabens lag die sogenannte Vorburg. Hier waren die Wirtschaftsgebäude untergebracht, sie reichten bis in die Nähe der Kirche. Hier verlief auch die Stadtmauer. Von ihr ist nichts mehr vorhanden. Sie wurde im 30- jährigen Krieg zerstört. Ihr Verlauf lässt sich nachweisen über Jungfernsteg, Burgstraße Hinter der Mauer, Wall. Die letzten Mauerreste verschwanden um 1800. Die Steine wurden für den Straßen- und Häuserbau verwendet. Bis in das 17. Jahrhundert war die Burg eine sichere Wohnstätte des Geschlechtes derer zu Putlitz. Nach einem Brand im 17. Jahrhundert wurde sie verlassen und zerstört. Um 1750 existieren nur noch 2 Räume in der Burganlage, die benutzbar waren. In diesen wurden Gerichtsverhandlungen durchgeführt. Der Burgturm wurde zur Ruine. 1890 begann man mit Ausbesserungen. Die Burg wurde zur Sehenswürdigkeit der Stadt. Aus Kaminresten ist zu schließen, dass Wohnräume im Turm waren, die bei Belagerungen genutzt wurden. 6 Brände zerstören die Stadt. Der erste war im Jahre 1404, der letzte im Jahre 1752. Dabei wurden alle Dokumente vernichtet. Der Burgkeller ist der Rest, der neben dem Turm geblieben ist. Hier kann man das Kreuzgewölbe gut sehen. Vermutlich führte hier früher ein unterirdischer Gang in die Stadt.






