Hajo Käding

Gründungsmitglied der Bruderschaft der Askanier e.V.
 

Sein mittelalterlicher Name ist die fiktive Persona 
"Hajo"

Hajo Käding

Hajo ist Museumsführer auf Burg Ziesar und Modellbauer mittelalterlicher Modellbauten

Der Modellbau

Hajo ist ein leidenschaftlicher Modellbauer, der sich auf die Kunst des Holzmodells spezialisiert hat. Mit viel Geduld und Geschick verwandelt er einfache Holzstücke in beeindruckende Nachbildungen von Gebäuden und Fahrzeugen. Seine Modelle sind nicht nur ästhetisch ansprechend, sondern zeigen auch ein tiefes Verständnis für die Bautechnik und die feinen Details, die jedes Stück einzigartig machen. Hajos Liebe zu Holz spiegelt sich in der Auswahl der Materialien wider, die er verwendet, und in der Sorgfalt, mit der er jedes Modell zusammenfügt. Seine Werke sind nicht nur Hobbyprojekte, sondern Kunstwerke, die die Schönheit und Vielseitigkeit von Holz würdigen.                     Sie sind teilweise im Burgmuseum Ziesar zu betrachten.

Die Motte von Mahlenzien

Die niederadelige Turmhügelburg in Mahlenzien 

Mahlenzien ist heute ein Ortsteil von Brandenburg an der Havel und liegt ca. 13 km südwestlich von dieser entfernt. Das gleichnamige Dorf wurde 1370 erstmals urkundlich erwähnt, die Burganlage wird hingegen nicht genannt. Nördlich des Dorfes verlief die im Mittelalter wichtige Handels- und Heerstraße, die von Brandenburg über Ziesar nach Magdeburg führte. Südlich des Ortskernes befindet sich der Standort der ehemaligen Turmhügelburg (auch Motte genannt). Dieser Burgentyp zeichnet sich dadurch aus, dass er auf einem künstlich aufgeschütteten oder ausgebauten Erdhügel stand. Diese Bauweise ist auch heute noch deutlich im Gelände abzulesen, denn es zeichnet sich ein nahezu quadratisches Plateau mit jeweils 25 Meter Seitenlänge ab. Dieses erhebt sich noch heute ungefähr einen Meter über das umliegende Geländeniveau. Die Anlage besaß einen umlaufenden rechteckigen Burggraben, der ungefähr einen Meter tief und 11-13,8 Meter breit war. In Flurkarten finden sich für diese Stelle die Flurnamen "Altes Haus" oder ,,Die Burg". Sie könnte zeitgleich mit der Dorfgründung entstanden sein. Als Erbauer der Anlage kommen Ministerialen des Magdeburger Erzbischof infrage, dem Mahlenzien im Mittelalter unterstand. Hier konkurrierten die Herrschaftsansprüche zwischen den Erzbischöfen von Magdeburg, den Markgrafen von Brandenburg und der Neustadt Brandenburg miteinander. Die Turmhügelburg von Mahlenzien bot Schutz bei Auseinandersetzungen kleinerer Art und war Symbol der adeligen, d. h. magdeburgischen Herrschaft vor Ort.

Auf dem Hügel stand in der Regel ein Holzturm als Wohn- und Wehrbau. In späteren Zeiten war der Unterbau des Turmes aus Stein/Feldstein mit Fachwerkaufbau. Am Rande der Motte lag oft eine Vorburg mit Wirtschaftsgebäuden, die mit Palisaden und Gräben gesichert wurden. In Mahlenzien sind bis heute keine Reste einer Vorburg gefunden worden. Dieser mittelalterliche Burgen-Typ wurde hauptsächlich vom Niederadel in Mitteleuropa genutzt. In Westeuropa wurden Motten meistens als Steinburgen errichtet. Die Motten konnten vollständig aus Holz, in Block oder Ständerbauweise (Fachwerk) bestehen. Zur Entstehung einer Motte wurde das Erdmaterial aus dem Burggraben auf ein Plateau aufgeschüttet. So konnte diese mit weiterem Material erhöht werden. Das entstandene Plateau wurde durch Palisaden, Schutzwände, Zäune oder auch Verhaue aus Hecken gesichert. Um das Abrutschen von Erdmassen in den Burggraben zu verhindern, wurden die Uferbereiche durch eine Berme gesichert. Eine Berme ist ein horizontaler Absatz oder eine Stufe in einer Böschung (z. B. Deich, Hang oder Damm). Der Aufwand für den Bau solcher Kleinburgen war verhältnismäßig gering im Gegensatz zum Erbauen von Steinburgen. Materialien wie z. B. Holz, Erde, Lehm, Rasenstücke und Feldsteine waren dafür ausreichend vorhanden. 

Der Sachsenspiegel, wohl zwischen 1220 und 1235 von Eike von Repkow verfasst, regelte auch den Bau von Burgen. Niemand durfte ohne Erlaubnis des Königs und später dann des Territorialherrn eine Burg bauen. Steinburgen zu errichten stand lt. Sachsenspiegel nur dem König und den Fürsten zu. 

Motte von Mahlenzien

Beschreibung

Deutsch: Digitales Geländemodell, Auflösung 1 m, 3D Ansicht, Rohdaten: © GeoBasis-DE / LGB,   Datenlizenz Deutschland – Namensnennung – Version 2.0, https://data.geobasis-bb.de

Datum 26. Oktober 2021

Quelle   GeoBasis-DE / LGB, Datenlizenz Deutschland – Namensnennung – Version 2.0

Autor     GeoBasis-DE / LGB, Datenlizenz Deutschland –Rouven Meidlinger–Cross-Wiki-Upload von de.wikipedia.org

Projekt 1

Modell der Motte von Mahlenzien

Das Modell der Motte bzw. Turmhügelburg von Mahlenzin soll einen weit verbreiteten, aber weitgehend verschwundenen Burgentyp zeigen, den vor allem der Niederadel nutzte. Eine Vielzahl solcher Turmhügelburgen gab es in der mittelalterlichen Mark Brandenburg, wie uns nicht nur die schriftlichen Quellen, sondern vor allem die archäologischen Forschungsergebnisse zeigen.

Von der Burganlage in Mahlenzien haben sich nur noch wenige Spuren im Gelände erhalten, vor allen das erhöhte Plateau und der umlaufende Wassergraben. Feldsteine im Fundamentbereich wurden bei einer oberflächlichen Begehung angetroffen, so dass von einem Steinsockelfundament ausgegangen werden kann. Steinstrukturen, die auf eine überirdische Steinbebauung hinweisen, fanden sich nicht. Deshalb ist eine Blockbauweise angenommen worden, wie sie durch die Forschung vor allem im Nordosten Deutschlands mehrfach belegt wurde. Der Turm wurde so gestaltet, dass einzelne Turmgeschosse sichtbar bleiben, um Einblicke ins Innere und in die Bauweise zu ermöglichen. Da keine Dachpannen gefunden wurden, sind wir beim Dach von Holzschindeln oder einen Stroh-Reetdach ausgegangen. Die äußere Gestalt der Burg von Mahlenzien stellt also eine hypothetische Annäherung dar.

Die Darstellung von Reparaturarbeiten an der Burg mit beigefügten Zinnfiguren macht das Leben auf einer solchen Burg nachvollziehbar. Das gleiche Prinzip wurde für den Außenbereich (Flechtzäune Palisaden, Wassergraben usw.) angewendet. Der Maßstab 1:30 wurde Für das Modell der Burganlage und für die Zinnfiguren wurde ein Maßstab von 1:30 gewählt. Das Projekt wurde mit freundlicher Unterstützung der Bischofsresidenz Burg Ziesar realisiert.

 

Literatur: Gerson H. Jeute / Christian Matthes: Untersuchungen an der Motte von Mahlenzien und ihrer Umgebung, in: Jahresbericht des Historischen Vereins Brandenburg a. d. Havel Bd. 11 (2002), S. 11–23.

Dies.: Ländliche niederadlige Burgen in Brandenburg. Methoden ihrer Erforschung am Beispiel der Motte von Mahlenzien, in: Matthias Untermann (Hrsg.): Archäologie mittelalterlicher Burgen, Paderborn 2008 (Mitteilungen der Deutschen Gesellschaft für Archäologie des Mittelalters und der Neuzeit, Bd. 20), S. 135–144. 

Felix Biermann / Normen Posselt (Hrsg.): Burgen vom Typ Motte zwischen Altmark und Niederschlesien. Archäologische Forschungen zum hoch- und spätmittelalterlichen Befestigungswesen, Bonn 2022 (Studien zur Archäologie Europas, Bd. 35)

Quellen Gerson H. Jeute, Christian Matthes ( Untersuchung an der Motte von Mahlenzin und ihrer Umgebung , Denkmalliste des Landes Brandenburg: Stadt Brandenburg an der Havel 

Das Projekt wurde mit freundlicher Unterstützung der Bischofsresidenz Burg Ziesar realisiert.

Projekt 2

Modell der Zinseintreiber

D

Projekt 3

Modell verschiedener Wurfmaschinen

Ein Trebuchet (auch Blide oder Tribock genannt) ist eine mittelalterliche Belagerungsmaschine, die Geschosse durch ein Gegengewicht schleudert, um damit Mauern zu beschädigen oder zu zerstören. Es besteht aus einem Gerüst, einem Wurfarm, der über eine Achse gelagert ist, einem Gegengewicht an der kurzen Seite und einer Schleuder für das Projektil an der langen Seite des Wurfarmes. Das Prinzip beruht auf der Umwandlung von potenzieller Energie des Gegengewichts in kinetische Energie des Geschosses. 
 

Projekt 4

Modell eines römischen Würfelturm

Ein Würfelturm oder lateinisch eine Turricula dient dazu, Manipulationen beim Werfen von Spielwürfeln auszuschließen. Die Turricula ist ein kleines oben offenes, quaderförmiges Kästchen aus Metall oder Holz, teilweise mit Verstrebungen im Inneren. Die Würfel werden oben in den Turm geworfen und rollen über schiefe Ebenen und Stufen vorne wieder heraus.

Projekt 5

Modell eines slawischen Burgwalls

Slawische Burgwälle sind mittelalterliche, zentralörtliche Siedlungen mit stark befestigten, oft aus Holz und Erde errichteten Anlagen, die im östlichen Mitteleuropa von slawischen Stämmen angelegt wurden. Sie dienten militärischen, administrativen und wirtschaftlichen Zwecken und waren ein charakteristisches Merkmal der slawischen Siedlungskammern.

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