Frank Mischko

Imkerei Britzer Blüte

Frank Mischkau ist Imker und hat vieles aus dem Leben der Insekten zu erzählen

Frank Mischko

Willkommen

Seit 2011 gibt es die kleine Imkerei Britzer Blüte dort, wo Berlin Neukölln mit am schönsten ist. Eingebettet von unzähligen  Kleingärten, Parkanlagen und Friedhöfen, finden die Bienen durch die Vielzahl an Blüten ein reichhaltiges Angebot an Nektar und Pollen. Der Honig der Britzer Bienen schmeckt von Jahr zu Jahr unterschiedlich und ist deshalb auch einzigartig. Da ich mit meinen Bienen nicht auf Wanderschaft gehe, lege ich sehr viel Wert auf den Standort. Das heißt, dass im Umkreis von einem Kilometer von März bis September ein ausreichendes Futterangebot an Nektaren und Pollen vorherrschen sollte. Die Beuten, so werden die Behausungen der Bienen genannt, stehen bei mir zu hause unter Linden und Obstbäumen. In den Morgenstunden „lacht“ die Sonne auf die Beuten und ab der Mittagszeit kommt der Schatten, was sich besonders im Hochsommer positiv auf das Leben der Bienen auswirkt. Die Bienen leben hier in Golz- oder Lagerbeuten. Diese Beuten bieten dem Imker gleich mehrere Vorteile: Es ist sowohl ein extensives, sehr naturnahes, wie auch ein intensives, ertragsorientiertes  Imkern möglich. Außerdem erlauben diese Beuten ein Arbeiten ohne schweres Heben, wie es bei Honigzargen von Magazinbeuten, die bis zu 30 Kg wiegen können, der Fall ist. Die Imkerei Britzer Blüte bietet Menschen, die Interesse an der Imkerei haben, aber nicht schwer heben dürfen oder wollen und sich auch noch nicht für ein bestimmtes Beutensystem entschieden haben, Kurse von ca. 2 Stunden in Theorie und Praxis direkt am Bienenstand an.

Beuten

Die Behausungen der Bienen werden unter Imkern „Beuten“ genannt. Es gibt eine unglaublich große Anzahl an Beutenarten und Rähmchengrößen; Jede Beute hat ihre Fangemeinde. Die Frage nach der besten Beute wird sehr kontrovers und leidenschaftlich diskutiert. Aus  gesundheitlichen Gründen wechselte ich an meinen Hausstand von der Magazinbeute zur Lagerbeute. Ich besorgte mir Baupläne und fing an, verschiedene Beuten in meiner Werkstatt zu bauen und auszuprobieren. Wichtig war mir dabei, dass ich diese Beuten und das benötigte Zubehör jederzeit auch im Imkerhandel erwerben kann.  Ich stelle hier zwei unterschiedliche Lagerbeuten und im Vergleich dazu eine Magazinbeute mit einem großen Brutraum vor.

Die Behausungen der Bienen werden unter Imkern „Beuten“ genannt. Es gibt eine unglaublich große Anzahl an Beutenarten und Rähmchengrößen; Jede Beute hat ihre Fangemeinde. Die Frage nach der besten Beute wird sehr kontrovers und leidenschaftlich diskutiert. Aus  gesundheitlichen Gründen wechselte ich an meinen Hausstand von der Magazinbeute zur Lagerbeute. Ich besorgte mir Baupläne und fing an, verschiedene Beuten in meiner Werkstatt zu bauen und auszuprobieren. Wichtig war mir dabei, dass ich diese Beuten und das benötigte Zubehör jederzeit auch im Imkerhandel erwerben kann.  Ich stelle hier zwei unterschiedliche Lagerbeuten und im Vergleich dazu eine Magazinbeute mit einem großen Brutraum vor.

Der Imker Wolfgang Golz erfand 1957 die nach ihm benannte Golz-Beute. Bei dieser befinden sich der Brutraum und der Honigraum hintereinander, auf einer Ebene. Die beiden Räume werden durch ein senkrecht angeordnetes Absperrgitter, durch welches die Königin im Brutraum bleibt, geteilt.Im Herbst/Winter wird der Honigraum nicht benötigt und mit einer Dämmplatte am Absperrgitter abgeschottet. Zwei Folien und zwei Dämmplatten, eine für den Brut- und eine für den Honigraum, dienen der Beute als Abdeckung. Dadurch werden die Bienen bei Arbeiten an der Beute nur minimal gestört. 

Herr Golz entschied sich für das Rähmchenmaß „Kuntzsch Hoch“ mit den Maßen 25 mal 33 cm mit jeweils 17 Rähmchen für den Brutraum und 17 für den hinteren Honigraum. Das schmale Rähmchen bewirkt bei der Beute, dass die Bienen den Nektar hinten in dem Honigraum ablagern. Auf der gesamten Breite des Brutraums befindet sich das Flugloch die Waben stehen im Kaltbau. Neuere Golz-Beuten sind mit einem Varroagitter  und einem ausziehbaren Boden ausgestattet,die Behandlung der Bienen mit Ameisensäure kann mit dem Nassenheider Verdunster  horizontal im (geöffneten) Honigraum oder mit einem Schwammtuch im Brutraum erfolgen . Auch das Einfüttern für den Winter erfolgt problemlos über den Honigraum: Entweder legt man Futterteig direkt ans Absperrgitter oder es wird ein Eimer oder Kanister mit Flüssigfutter und einer Aufstiegshilfe im Honigraum abgestellt. Die Golz-Beute ist  für all diejenigen geeignet, die nicht schwer heben können bzw. es nicht wollen. Aufgrund ihrer Größe benötigt sie etwas mehr Platz als die Magazin Beute und ist daher zum Wandern nur bedingt geeignet. Bauanleitungen gibt es gegen einen kleinen Obulus im Internet.
Lagerbeute:  Deutsch Normalmaß 1,5                                    

Bei dieser Art der Beute befindet sich das ganze Volk in einem  Raum und wird von Oben bearbeitet. Sie ist für Menschen, die nicht schwer heben können oder wollen, besonders geeignet. Je nach dem wie sie aufgestellt wird, kann man an ihr im Sitzen oder im Stehen Imkern. Diese Beuten werden für verschiedene Rähmchenmaße angeboten. Ich selber bevorzuge für meine Lagerbeuten das Rähmchenmaß 1,5 mit den Maßen 370 mal 338 mm. Auf diese recht großen Waben legen die Bienen wunderbare Futterkränze und große Brutflächen an – oftmals gibt es noch Platz für Pollen und Drohnenbrut. Die Größe der Beute ist aufgrund der Wabengröße sehr übersichtlich; Es werden 11 Waben für den Brutraum benötigt und weitere 11 für den Honigraum. Ein Nachteil bei den großen Honigwaben ist das Schleudern, da sie nicht in jede Honigschleuder  passen und die Bienen es gerade zur Sommerernte auch nicht immer schaffen, den Honig im unteren Teil der Wabe auf die geforderten 18 Prozent Wassergehalt zu trocknen, habe ich dieses Problem so gelöst, indem ich in dem Bereich der Beute wo der Honig abgelagert wird, ein Podest stelle und statt Deutsch-Normal-1,5 Rähmchen mit dem etwas kleineren Deutsch-Normal-Rähmchen arbeite. Das Podest dient dazu, das die Bienen nicht nach unten anbauen und der „Bee space“ erhalten bleibt. Für alle Skeptiker: Ich habe mit dieser Beute im letzten Jahr über 50 kg Honig geerntet. Meine Lagerbeuten haben zur Kontrolle der Milbe einen Gitterboden und ein Kontrollschied. Die Behandlung mit Ameisensäure gegen die Milben erfolgt mit dem Nassenheider Verdunster im Brutraum und das Einfüttern nach der letzten Honigernte geht ganz einfach mit einem 5 Li. Eimer Zuckerwasser oder mit Futterteig im Honig Bereich der Beute. Nach der Einfütterung wird der Honig Bereich mit einer Dämmplatte zum Brut Bereich hin abgetrennt.


Magazin Großraumbeute                                                                                                                                                             
Es gibt dann auch noch die Großraummagazinbeute, die nur einen Brutraum hat und die Magazinbeute mit zwei Bruträumen. Letztere ist heutzutage noch am weitesten verbreitet. Immer mehr Neuimker entscheiden sich mittlerweile für nur einen großen Brutraum und auch viele ältere Freizeitimker wechseln von zwei Bruträumen zu einem großen Brutraum. Mit nur einen Brutraum zu imkern bedeutet etwas weniger körperliche Arbeit. Aber die Magazinbeute bleibt trotzdem eine Beute, die vertikal aufgebaut ist. Das bedeutet, zuerst kommt ein Boden auf diesen Boden kommt der Brutraum und auf diesen Brutraum kommen dann noch ein bis drei Honigräume dazu. Bei Kontrollarbeiten bedeutet das,  man den Honigraum abheben und Honigraum wieder rauf heben muss. So ein Honigraum kann je nach Rähmchenmaß  15- 30 kg wiegen. Für viele Imker ist diese Art von Imkern auch kein Problem. Aber es gibt auch andere  Imker die mit diesem System aus gesundheitlichen oder aus Altersgründen nicht mehr arbeiten können oder einfach nicht mehr heben wollen. Für diese Alt und Neu Imker bietet sich die Lager/Horizontalbeute an. Ich habe noch im Süden von Berlin Bienen in Großraummagazinbeuten zu stehen. Für Außenstände, Berufs- oder Wanderimker sind Magazinbeuten die erste Wahl, ich selber komme mit diesen Beuten nur deshalb zurecht, weil ich sie mit einer Freundin zusammen bearbeite.

Bienen im Mittelalter

Die Biene in der Mythologie

Die Honigbiene als Krönung der Schöpfung

Die Fülle der prähistorischen, mythologischen, religiösen, kulturellen und geschichtlichen Spuren der Bienen und ihrer Erzeugnisse ist unermesslich. Die Menschen empfanden die Honigbiene stets als Krönung der Schöpfung und ihr Summen als Loblied der Natur. So beschreibt eine ägyptische Legende aus dem 4. Jahrhundert v. Chr. „…auch der Sonnengott Re weinte. Tränen flossen von seinem Auge zur Erde. Sie verwandelten sich in Bienen. Durch das Werk der Bienen entstanden Blumen und Bäume. Das ist der Ursprung des Wachses und des Honigs aus den Tränen des Gottes Re.“

Bienenwachs galt als heilig

Auch in der christlichen Kirche wird der Biene sowie deren Erzeugnisse Honig und Wachs eine besondere Bedeutung beigemessen. Die Legende besagt: „Als Christus ans Kreuz geschlagen wurde, tropfte sein Blut auf die Erde; angelockt durch die Süße der roten Tropfen flogen Bienen herbei und sammelten das Blut Christi ein.“ So wird Honig zum Symbolträger des Blutes Christi und der Heiligen Schrift. Die Biene hingegen, die sich nur von Honig nährt, den sie selbst, ohne die Natur zu schädigen, sammelt, verkörpert den gläubigen Christen, der Gottes Wort in sich aufnimmt und selbstlos weitergibt. Das Bienenwachs galt als heilig, da es rein und unverderblich von der „göttlichen“ Biene hervorgebracht wird.

Die Kirche als Antrieb der Bienenzucht

So verhalf die christliche Kirche der Bienenzucht vom 5. bis ins 16. Jahrhundert zu ungewöhnlichem Aufschwung, da sie für ihre kultischen Handlungen zunehmend Bienenwachs benötigte und sogar den Gebrauch von reinen Bienenwachskerzen im Gottesdienst vorschrieb. In der Schlosskirche Wittenberg sollen zur Zeit Luthers jährlich 36.000 Pfund Wachs verbrannt worden sein. Damals verdiente ein Schreiner 24 Pfennige pro Tag; ein Pfund Fleisch kostete vier Pfennige, ein Pfund Wachs hingegen 40. Bis heute wird in dem katholischen Osterlob Exsultet der Bienen gedacht: „…nimm diese Kerze entgegen als unsere festliche Gabe! Aus dem köstlichen Wachs der Bienen bereitet…“.

Die geschichtliche Entwicklung der Imkerei vom Mittelalter bis in die Moderne

Europäische Bienenhaltung mit langer Tradition

Felsmalerei in der Cueva de la Arana

Geschichtsquellen über das Imkerhandwerk bezeugen, dass die Imker von der Zeit Aristoteles´ (384 – 322 v.Chr.) bis ins hohe Mittelalter über ein erstaunlich großes Wissen und Können verfügten. Viel davon ging jedoch im Laufe der Zeit verloren und wurde später wiederentdeckt. In der Cueva de la Arana (dt. Spinnenhöhle) in der spanischen Provinz Valencia wurde 1921 eine Felsmalerei entdeckt, die bezeugt, dass im europäischen Raum seit der Jungsteinzeit Honig von wilden Bienenvölkern geerntet wurde. Die ältesten Zeugnisse frühmittelalterlicher Bienenhaltung in Mitteleuropa finden sich in Gesetzessammlungen aus der Zeit um 400 – 700 n. Chr. Eigentumsgesetze regelten die Strafen für Bienendiebstahl, im sächsischen Recht (800 n. Chr.) wurde Bienendiebstahl unter Umständen sogar mit dem Tode bestraft.

Die Pflicht zur Bienenhaltung & die Blüte des Zeidlerwesens

Karl der Große (742 – 814 n. Chr., römischer Kaiser und König der Franken) erließ Gesetze zur Förderung der Bienenhaltung. Auf jedem kaiserlichen Landgut mussten zum Beispiel Bienen gehalten und von einem ausgebildeten Imker betreut werden.

Es entwickelte sich neben der Hausbienenzucht auch die Waldbienenzucht, das so genannte Zeidelwesen (Ursprung altdeutsch „zeideln“ = Honig schneiden). Der Zeidler hielt, anders als die Imker heute, die Bienen nicht in gezimmerten Bienenkästen sondern in künstlich geschaffenen Hohlräumen alter Bäume. Die Zeidler bildeten einen angesehen Berufsstand mit einer eigenen, niederen Gerichtsbarkeit sowie der Befugnis, Waffen zu tragen. Noch heute finden sich vor allem im Nürnberger Umland zahlreiche Hinweise auf das dort früher blühende Zeidlerwesen. Der Honig war wichtig für die Nürnberger Lebkuchenproduktion. In Norddeutschland entwickelte sich zeitgleich die sogenannte Korbimkerei. Die Bienen wurden in selbstgefertigten Strohkörben gehalten und der Völkerbestand bis zur einzigen relevanten Blüte der Heideflächen im August vervierfacht. Zum Winter wurden die Bienen wieder auf ein Viertel des Bestandes reduziert, wobei so der gesamte Honig und das Wachs der aufzulösenden Bienenvölker gewonnen werden konnte. Heute gibt es nur noch wenige Imkereien, die diese traditionelle Heideimkerei betreiben.

Durch die Reformation, die dadurch geringer werdende Nachfrage nach Wachs, den Dreißigjährigen Krieg (1618 – 1648), als auch die Importe von Honig und Wachs ging es mit dem Zeidelwesen von Mitte des 16. bis Ende des 18. Jahrhunderts zusehends bergab. In steigendem Maß wurde Zucker aus Zuckerrohr importiert – dadurch verloren die Zeidler nach und nach ihre Daseinsberechtigung und die Organisation ihre Relevanz.

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